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Die Scheibenfelder werden hydraulisch vorge- spannt, damit alle Scheiben gleich tief arbeiten.
Das Fahrgestell für den Transport schwenkt über das Gerät und sorgt für zusätzliches Gewicht, damit die Scheiben zuverlässig einziehen. So gibt es auch keine Spuren im Vorgewende.
Clevere Hydraulik ... Die Arbeitstiefe wird vorne und hinten über ein Gestänge mit Scala eingestellt. Ein Sensor erkennt die Einstellung und regelt dann die Hydraulik. Ein sogenann- tes Master-and-Slave-System sorgt dafür, das die Einstellung des einen Segments bei den anderen Feldern identisch übertragen wird, um die Arbeitstiefe bei allen Felder gleich zu haben. Eine Besonderheit der Qualidisc ist noch das Ground-Contour-System. Die einzel- nen Felder sind pendeln aufgehängt, um der Bodenkontur besser folgen zu können. Eine spezielle Hydraulik sorgt dafür, dass der Bodendruck an allen Segmenten über die jeweilige Arbeitsbreite gleich ist. Dabei werden die beiden äußeren und die beiden inneren Felder gemeinsam verstellt. ... mit Feinjustierung Sollte ein Scheibenfeld links oder rechts zu tief arbeiten, lässt sich über die hydraulische Feinjustierung der Druck der Segmente so einstellen, dass sie bodenparallel arbeiten. Das Ergebnis ist gute Konturführung und trotzdem eine gleichmäßig bearbeitete, ebene Bodenoberfläche. Das System hat bei unserem Einsatz gut funktioniert. Die Kurzscheibenegge soll spurtreu hin- ter dem Traktor laufen. Tut sie das nicht, lässt sich die Zuglinie des Gerätes über
schrägkugellager sind mehrfach abgedich- tet und somit wartungsfrei. Die beiden Scheibenreihen sind um 250 mm versetzt auf zwei Reihen im Abstand von 900 mm montiert. Der weite Reihenabstand soll Verstopfungen vermeiden. Die Qualidisc wurde bei uns mit ei- ner Zugöse angehängt, alternativ gibt es noch eine Cross Shaft Kat 3 & 4, die in den Unterlenkern angehängt wird. Kommt eine Zugöse zum Einsatz wird normalerweise ein Hydraulikzylinder für paralleles Anhaben verbaut, allerdings hatte unser Zugfahrzeug beim traction - Bootcamp keine Dreipunkaufhängung und so mussten wir etwas improvisieren, da unser Gerät nur mit Teleskopstange ausgerüstet war. Das hat aber keinen Ein- fluss auf das Arbeitsergebnis, sondern beeinflusst hauptsächlich das An- und Abkuppeln. Vier Arbeitsfelder Die Kurzscheibenegge verfügt über vier Arbeitsfelder, die vorne jeweils über ein Stützrad in der Tiefe geführt werden. Hinten erfolgt die Tiefenführung über die Walze. Die beiden äußeren Felder haben eine Breite von 2,75 m, die beiden inne- ren sind 3,50 m breit. Wir hatten die Acti- press- Twin-Walze, eine Doppel-U-Profil- walze montiert. Optional gibt es noch eine Actipress-Singel-Walze und eine Actipack- Walze ohne Messer. Die Walzen sind etwas breiter als die Arbeitsbreite der Scheiben, um auch am Maschinenrand eine gleichmäßige Rück- verfestigung für einen gleichmäßigen An- schluss zu gewährleisten. Ausgelegt ist die Arbeitsbreite von 12,25 m für Control Trac Farming (CTF), um für das 12-m- System die notwenige Überlappung mit- zubringen.
die Tiefeneinstellung vorne oder hinten anpassen. Zieht die Qualidisc nach rechts, wird vorne zu tiefe gearbeitet, zieht sie zur linken Seite, arbeiten die hinteren Schei- ben zu tief. Die Zuglinie wird also über die Arbeitstiefe der jeweiligen Scheibenreihe korrigiert. Da die Scheiben der Qualidisc den Boden seitlich bewegen, wird der Bo- den über seitliche Ablenkplatten wieder in die Maschinenbreite gelenkt. Die im Paral- lelogramm geführten Seitenschilde lassen sich sowohl in der Breite als auch in Höhe an den jeweiligen Boden und die Arbeits- tiefe anpassen, um einen ebenen Anschluss an die benachbarte Spur zu gewährleisten. Uns hat die Arbeitsqualität der Quali- disc 21123 T gut gefallen. Auch die Bo- denanpassung quer zur Fahrtrichtung hat gepasst, wenngleich die Anforderungen auf unserem Testfeld nicht allzu groß wa- ren. Das Einstellen ist schnell und einfach erledigt. Es reichen zwei doppelt wirkende Steu- ergeräte für die Bedienung. Ein Steuer- gerät bedient das Fahrgestell, das andere das Klappen und die Arbeitsstellung. Hier sorgt ein Sensor für die jeweils richtige Funktion. Den Rest übernimmt die aus- geklügelte Load-Sensing-Hydraulik, die aber auch auf Durchfluss umgestellt wer- den kann. Zum Wenden am Vorgewende läuft das Gerät auf der Walze, so wird das Gewicht gleichmäßig verteilt. Die großen Stützräder vorne können um 360 Grad drehen, sodass ein schnelles Wenden zum Anschlussfahren möglich ist. Auch bei hohen Fahrgeschwin- digkeiten liegt die Qualidisc erstaunlich ruhig. So ist eine große Flächenleistung möglich, vorausgesetzt das Zugfahrzeug verfügt über die nötige Leistung. Aber das war bei unserer Fendt-Raupe 1167 Vario MT mit 673 PS mehr als gegeben. ●
Bernd Feuerborn Redakteur Landtechnik bernd.feuerborn@agrarheute.com
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