DIE PERFEKTE AUSSAAT STRATEGISCHES DENKEN IST ENTSCHEIDEND
„Die Ernte ist nur so gut wie die Aussaat“, – dieses spiegelt das Prinzip wider, dass ein guter Start über den Erfolg entscheidet. Eine sorgfältige Bodenvorbereitung, eine präzise Aussaat und gut abgestimmte Pflanzenschutzstrategien bilden die Grundlage für hohe Erträge, umweltbewusstes Handeln und sorgen für eine nachhaltige Rentabilität.
Düngung und Pflanzenschutz Das von Liebig beschriebene „Gesetz des Minimums“ ist wichtig, aber auch der Zeitpunkt der Verfügbarkeit der Nährstoffe. Um eine gute Keimung und Jungpflanzen- entwicklung zu fördern, kann eine präzise Anwendung bereits bei der Aussaat in einem Arbeitsgang von Vorteil sein. Düngung und Pflanzenschutz sollen so optimal wie möglich sein für ein gesundes Pflanzenwachstum. Fruchtfolge/Biodiversität Eine weite Fruchtfolge ist ein wichtiger Faktor, um die Nährstoffversorgung des Bodens zu optimieren und den Schädlings- und Beikrautdruck zu senken. Die Fruchtfolge sollte mindestens drei bis vier Jahre betragen und führt zu einer höheren CO 2 -Bindung. Der Boden bleibt länger mit Pflanzen bedeckt, die Bodenbearbeitung in Überfahrten und Arbeitsintensität verringern sich, Humus wird gebildet und die biologische Vielfalt nimmt zu. Die Fruchtfolge ist somit sowohl für die Landwirte als auch für die Umwelt von großem Nutzen.
Aussaatzeit Der Zeitpunkt der Aussaat hängt u. a. von der Sorte und Art des Saatguts, dem Standort, Boden- und Witter- ungsbedingungen und letztlich von der Erfahrung des Landwirts ab. Mögliche Risiken umfassen Fungizidinfek- tionen, erhöhten Beikrautdruck, Wasserverfügbarkeit, die Temperatur, Anzahl der Sonnenstunden, höhere Saatgut- mengen und eine verkürzte Vegetationsperiode. Bodenstruktur und Bodenfruchtbarkeit Das Ziel ist ein witterungsbeständiges Saatbett, um Erosion oder Verschlämmung nach Niederschlägen zu vermeiden. Weniger Überfahrten, geringere Boden- bewegung und reduzierte Bodenverdichtung sowie ein guter Bodenschluss der Saat fördern eine starke Wurzelentwicklung, eine optimale Nährstoffversorgung und Konkurrenzfähigkeit gegenüber Beikräutern. Humus als Schlüsselfaktor steigert die biologische Aktivität des Bodenlebens und beeinflusst die Poren- verteilung sowie die CO 2 -Bindung positiv. Dadurch werden Luftzirkulation, Wärmehaushalt und Wasser- speicherung verbessert.
Aussaatmenge und Reihenabstand Ungünstige Boden- und Witterungsbedingungen erhöhen die Aussaatmenge zum jeweiligen Aussaatzeitpunkt. Die Saatstärk- entabelle (kg/ha) berücksichtigt alle wesentlichen Einfluss- und „Verlustfaktoren“ zur Bestimmung der erforderlichen Aus- saatmenge. Dabei spielen verschiedene individuelle Faktoren eine Rolle – etwa der Standort (Beikrautart und -resistenz, Feuchtigkeit usw.), die Kulturart sowie die eingesetzte Sätech- nik (z. B. Schartyp, Reihenabstand etc.). Das Wissen um diese Einflussgrößen ermöglicht eine angepasste und standortgerechte Saatstärkenberechnung. Der Reihenabstand hat einen wichtigen Einfluss sowohl auf die Sätechnik (versetzte Schare oder in einer Linie) als auch auf die Beikrautbekämpfung – sei es mechanisch, chemisch, thermisch oder in kombinierter Anwendung. Aussaattiefe Die optimale Saattiefe richtet sich nach der jeweiligen Kultur- art und den Bodenverhältnissen. Bei hoher Bodenfeuchte oder ausreichenden Niederschlägen kann die Aussaat flacher erfolgen. Entscheidend ist, dass das Saatgut Zugang zum kapillaren Wasser hat und optimal abgedeckt ist, um eine gleichmäßige und sichere Keimung zu gewährleisten.
KVERNELAND E-DRILL
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